Architekturvermittlung

Der gemeinnützige Verein „architektur in progress“ wurde 1997 als Plattform für junge, innovative Architektur gegründet, um in Ergänzung zu den etablierten Architekturvermittlungsorganisationen auch dem „Nachwuchs“ eine Möglichkeit zu bieten, ihre Projekte und Ideen einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Bis dahin war dies vorwiegend den renommierten ArchitektInnen vorbehalten, während so genannte „No Names“ am Anfang ihrer Karriere damals für zu wenig qualifiziert gehalten wurden. Diesem Vorurteil konnte in den beinahe 10 Jahren seit Gründung erfolgreich entgegengewirkt werden. Und mittlerweile wurde die so genannte „Junge Architektur“ sogar schon zu einem Aushängeschild für Österreich.

Von den bisher über 65 Teams, die sich im Rahmen der Vortragsreihe „Junge Architektur“ vorstellen konnten, erhielten viele davon oft zum ersten Mal die Chance, ihre Arbeiten in der
Öffentlichkeit zu präsentieren.Ausschlaggebend für die Einladung zum Vortrag sind nicht die Anzahl und Größe der Projekte, sondern die Qualität und Innovation der Arbeiten bzw. auch besonders interessante Wege der beruflichen Organisation. Ziel von architektur in progress ist es nicht, eine Elite herauszufiltern, sondern durch die Kontinuität der Vortragsreihe die Vielfalt und Qualität junger, zeitgenössischer Architektur zu dokumentieren und zu promoten.

Aufgrund der großen Nachfrage wurde 2001 auch der erste Band der deutsch-englischen Fotodokumentation „20 x 3 projects by young austrian architects“ publiziert, der es sogar bis in die New York Times schaffte. Die Folge waren zahlreiche Einladungen und Anfragen aus dem Ausland. Daraus entwickelte sich in den letzten Jahren unser zweiter Schwerpunkt, der „Architekturexport“. Ausstellungs- und Vortragsprojekte wie Making Waves oder auch die Organisation des österreichischen Beitrags bei der Internationalen Architekturbiennale Beijing 2004 fanden und finden international große Resonanz.
Um das große Potenzial österreichischer Innovation und Kreativität zu nutzen und den damit in Zusammenhang stehenden wirtschaftlichen Nachzug anzukurbeln, ist eine verstärkte finanzielle Unterstützung seitens des Bundes sowie eine professionelle Koordination/ Anlaufstelle für Architekturexport notwendig.