Verankerung des Prinzips Baukultur und BauherrInnenverantwortung

BauherrInnenverantwortung und AuftraggeberInnenqualitäten

Die Bereitstellung technischer Infrastruktur ist Grundvoraussetzung gesellschaftlicher und kultureller Entwicklung und damit eine wesentliche öffentliche Aufgabe. Ein modernes Schienennetz ermöglicht dabei die nachhaltige Bewältigung der steigenden Verkehrsströme sowie die Minimierung volkswirtschaftlicher Unfall-, Stau- und Umweltkosten.

Zur professionellen Abwicklung der Planung, des Baus und der Finanzierung der Eisenbahninfrastruktur wurde in Österreich die ÖBB-Infrastruktur Bau AG eingerichtet. Siegewährleistet die Umsetzung des gesetzlich vorgeschriebenen Rahmenplanes und damit die Modernisierung sowie den Ausbau des österreichischen Schienennetzes. Die ÖBBInfrastrukturBau AG steht hierbei als Bauherrin im Mittelpunkt des Beziehungsgeflechts der unterschiedlichen InteressenpartnerInnen und übt Koordinierungs- und Führungsaufgaben mit langfristiger Tragweite und Verantwortung aus. Zur Umsetzung dieser umfangreichen und komplexen Aufgaben werden in der ÖBB-Infrastruktur Bau AG unterschiedliche Strategien in den Bereichen Kosten, Termine und Qualität verfolgt.

Ein durchgehendes 4-Augen-Prinzip, Life-Cycle-Cost-Betrachtungen, ein qualifiziertes Kostenmanagement, eine frühzeitige Meilenstein- und Bauphasenplanung, eine hohe Termineinhaltungskultur, eine intensive Projektinformation mit BürgerInneneinbindungsmodellen, kompetente Projektteams in einer Matrixorganisation zur Schaffung der nötigen Fachkompetenz und Interdisziplinarität, wie sie für komplexe Großbauvorhaben im Eisenbahnwesen nötig sind, sowie ein prozessorientiertes und integratives Managementsystem mit allen nötigen Regelungen und Hilfestellungen sind nur einige Beispiele für diese Strategien.